Mit Festgottesdienst in eine neue Ära

Melanchthon-Gemeinde weiht neues Zentrum mit Zeltkirche und Nebenräumen ein

Allgemeine Zeitung, 10. April 2019, Karin Weber, MAINZ.

OBERSTADT . „Das schicke Gemeindehaus nebenan ist jetzt endlich fertig“, rief Pfarrer Dr. Thomas Stahlberg der Evangelischen Melanchthongemeinde zu. Mit einem Festgottesdienst in der Melanchthonkirche weihte die 1954 gegründete Oberstadtgemeinde ihren neuen Anbau im Grüngürtel des sogenannten schlesischen Viertels ein. 

Hell und großzügig präsentiert sich das neue Zentrum. Der lichtdurchflutete Anbau hat ein helles Foyer und bildet somit eine repräsentative Eingangssituation für die quadratische Zeltkirche. Zum anderen öffnet sich zur Beuthener Straße hin der eigentliche Gemeindesaal mit den drei markanten Glasfenstern „Glaube, Liebe und Hoffnung“. Er soll künftig vielfältig genutzt werden: für Feste der Gemeinde und private Feiern, für Gemeindearbeit und die Treffen der verschiedenen Gruppen, aber auch als Bewegungsraum der angrenzenden Melanchthon-Kita. Eine „Multifunktionsbox“ mit Teeküche, Ausgabetresen und Nebenräumen teilt den quadratischen Baukörper in funktionale Zonen und bildet das praktische Herzstück des neuen Gemeindehauses. 

Mit der Einweihung ist die Planungs- und Bauphase fast abgeschlossen. Nur ein Stück des Vordachs über dem Eingang muss noch ergänzt werden. Gerd Schreiner, Vorsitzender des Kirchenvorstands, blickte zurück: „Vor drei Jahren musste das intensiv genutzte Gemeindehaus von einer Minute auf die nächste geschlossen werden.“ Denn beim Blick in den Dachstuhl habe man einen immensen Schaden entdeckt: Gleich mehrere Dachbalken waren aufgrund einer hohen Belastung gebrochen und zogen die sofortige Schließung des Gebäudes nach sich. Drei Jahre lang fehlte die Versammlungsstätte. Daher dankte der Kirchenvorsteher allen, die in dieser Zeit eng zusammenrückten, für deren Geduld. In seiner Predigt sprach Pfarrer Stahlberg von positiver Energie, aus der heraus „etwas so Schönes“ entstanden sei. Aufgrund heutiger Vorgaben musste das neue Zentrum jedoch um ein Drittel kleiner ausfallen. Denn für die 1700 Gemeindemitglieder sei der alte Saal formal zu groß gewesen. 

Architekt Christian Kleebach erläuterte die Idee des Neubaus. Er sei in seiner Kubatur der markanten Zeltkirche angepasst. Das Ensemble bilde nun eine sichtbare Einheit. Durch das Flachdach des Holzständerbaus werde zudem das „Schmuckstück“ der Gemeinde, die Kirche, wesentlich besser wahrgenommen. 

Kurze Bauzeit, die Kosten praktisch eingehalten – Dekan Andreas Klodt freute sich mit der Gemeinde und wünschte allen, dass das Haus intensiv genutzt werde. 

Schreiner wies abschließend darauf hin, dass die drei evangelischen Gemeinden der Oberstadt – Luther, Thomas und Melanchthon – gut zusammenarbeiten. Die Melanchthongemeinde werde auch künftig „ein aktiver Gestalter des Lebens in der Oberstadt sein.“

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