CDU will Ab­schie­bung wei­ter­hin zen­tra­li­sie­ren

Flücht­lin­ge nur bei Blei­be­per­spek­ti­ve zu Kom­mu­nen

Allgemeine Zeitung, 5. Dezember 2018, Mar­kus Lach­mann, MAINZ.

Die CDU in Rhein­land-Pfalz hält an ih­rem Kon­zept ei­ner zen­tra­len Ein­rich­tung für die Ab­schie­bung ab­ge­lehn­ter Asyl­be­wer­ber fest. In ei­nem An­trag zum ak­tu­el­len Dop­pel­haus­halt heißt es: „Um ei­ne ef­fek­ti­ve Rück­füh­rung ga­ran­tie­ren zu kön­nen, müs­sen die Or­ga­ni­sa­ti­on von Ab­schie­bung, Ab­schie­be­haft und frei­wil­li­ger Rück­füh­rung lan­des­weit zen­tral ge­bün­delt wer­den.“ Auch die Fests­tel­lung von Iden­ti­tät und Al­ter der Flücht­lin­ge sol­le zen­tral er­fol­gen. Die Asyl­su­chen­den wür­den erst dann auf die Kom­mu­nen ver­teilt, wenn auch klar sei, dass sie in Deutsch­land ei­ne Blei­be­per­spek­ti­ve ha­ben. Horst See­ho­fer und Co. hat­ten das Gan­ze mal „An­ker­zen­trum“ ge­nannt – die CDU-Land­tags­frak­ti­on spricht nun von der „Zen­tral­stel­le zur Auf­nah­me und Rück­füh­rung von Asyl­su­chen­den“. Frak­ti­ons­chef Chris­ti­an Bal­dauf sag­te am Diens­tag, sei­ne Frak­ti­on schla­ge da­für 18 Mil­lio­nen Eu­ro im Lan­des­haus­halt vor. Asyl­be­wer­ber soll­ten nicht mehr sechs, son­dern bis zu 18 Mo­na­te in der Er­stauf­nah­me blei­ben. 145 Än­de­rungs­an­trä­ge zum Lan­des­haus­halt 145 Än­de­rungs­an­trä­ge zum Haus­halt, der näch­ste Wo­che vom Land­tag be­schlos­sen wer­den soll, hat die CDU ein­ge­bracht. Sie schlägt fast 500 Mil­lio­nen Eu­ro mehr an In­ves­ti­tio­nen als die Re­gie­rung vor. So soll mehr Geld in Stra­ßen­bau, Kran­ken­häu­ser, Po­li­zei, Ki­tas, Hoch­schu­len, Mo­bil­funk-Aus­bau und Leh­rer­stel­len flie­ßen. Auch will die CDU stär­ker Schul­den ab­bau­en. Wie der haus­halt­spo­li­ti­sche Spre­cher Gerd Schrei­ner sag­te, sol­len zur Ge­gen­fi­nan­zie­rung Haus­halt­san­sät­ze der Re­gie­rung von mehr als 900 Mil­lio­nen Eu­ro ge­kürzt wer­den. Un­ter an­de­rem will sie die Mit­tel für Bürg­er­bü­ro und PR in der Staats­kanz­lei strei­chen. Die CDU will die En­er­giea­gen­tur und das grü­ne In­teg­ra­ti­ons­mi­nis­te­ri­um auf­lö­sen. Des­sen Auf­ga­ben sol­len wie­der von So­zi­al-, In­nen- und Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um über­nom­men wer­den.

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