Brü­cke: „Es war un­ver­ant­wort­lich“

Allgemeine Zeitung, 26. Oktober 2018, MAINZ.

Han­del­te das Land beim Cha­os rund um die Schiers­tei­ner Brü­cke un­ver­ant­wort­lich? Das fin­det die CDU-Op­po­si­ti­on im rhein­land-pfäl­zi­schen Land­tag und ver­weist auf den erst jetzt ver­öf­fent­lich­ten Prüf­be­richt zur Ur­sa­che des Brü­cken­gaus vom Fe­bru­ar 2015. So hat­te sich am Abend ein Pfei­ler zur Sei­te ge­neigt, die Brü­cke sack­te ab. Bei Ar­bei­ten zu­vor hat­te die zu­stän­di­ge Bau­fir­ma statt 300 Li­ter Ze­ment­mör­tel bis zu 9000 Li­ter in Bohr­lö­cher ge­pumpt. Nach ei­nem Orts­ter­min mit dem Lan­des­be­trieb LBM ent­schied man sich da­für, „vor­sich­tig wei­ter­zu­ma­chen“.

„Au­to­fah­rer hat­ten ei­nen Schutz­en­gel“

Der CDU-Land­tags­ab­geord­ne­te Gerd Schrei­ner hält es für un­ver­ant­wort­lich, dass man oh­ne Ab­si­che­rung wei­ter­ge­macht ha­be. „Die Ver­ant­wort­li­chen des LBM hät­ten nicht un­ter der Au­to­bahn­brü­cke boh­ren las­sen dür­fen, oh­ne die Fahr­bahn für die Zeit der Boh­rar­bei­ten zur Si­cher­heit sper­ren zu las­sen.“ So hät­ten die Au­to­fah­rer auf der A 643 schlicht­weg ei­nen Schutz­en­gel ge­habt, so Schrei­ner. Er will das The­ma auf die Ta­ges­ord­nung des Ver­kehrs­aus­schus­ses set­zen las­sen.

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