„Stadt wird we­ni­ger at­trak­tiv für Main­zer“

Ober­stadt-CDU kri­ti­siert Be­bau­ungs­kon­zept der GFZ-Ka­ser­ne – „per­ma­nen­te Ver­dich­tung“

Allgemeine Zeitung, 12. September 2018, OBERSTADT.

Die Ober­staadt-CDU kri­ti­siert das Be­bau­ungs­kon­zept für das Ge­län­de der GFZ-Ka­ser­ne. Der Sie­ger­ent­wurf aus dem Wett­be­werb (die AZ be­rich­te­te) be­deu­te „ei­ne zu star­ke Be­la­stung der Ober­stadt“. Die An­zahl der ge­plan­ten Woh­nun­gen sieht die CDU als zu viel zu hoch an. CDU-Orts­vor­ste­her­kan­di­dat Lud­wig Hol­le macht sich Sor­gen um die kon­ti­nui­er­li­che Ver­dich­tung in Mainz: „Mit der per­ma­nen­ten Ver­dich­tung ma­chen wir die Stadt we­ni­ger at­trak­tiv für die Main­zer, die hier schon le­ben und zwin­gen Neu­bür­ger in Wohn­ge­bie­te, die nicht den Wün­schen der Men­schen ent­spre­chen.“ Der Sie­ger­ent­wurf ent­hal­te aber auch ei­ni­ge gu­te und wich­ti­ge Ge­dan­ken. So sei es zu be­grü­ßen, dass die Bü­ro- und For­schungs­ge­bäu­de ent­lang der Stra­ße lie­gen und das Wohn­ge­biet vom Lärm ab­schirm­ten. Auch sei es gut, ei­nen zen­tra­len Quar­tier­splatz und auch end­lich ei­ne neue Orts­ver­wal­tung vor­zu­se­hen. Doch be­fürch­tet Frak­ti­ons­che­fin Ale­xan­dra Ge­urts, dass „auch mit die­sem Kon­zept die Fa­mi­li­en wie­der zu kurz kom­men wer­den“. Denn an­spre­chen­de Grund­stü­cke für Haus und Gar­ten zu be­zahl­ba­ren Prei­sen wer­de es nicht ge­ben. CDU-Land­tags­ab­geord­ne­ter Gerd Schrei­ner er­gänz­te: „Ich fah­re an dem Ge­län­de täg­lich vor­bei und fän­de es viel sinn­vol­ler, wenn die Grund­stü­cke di­rekt an die Men­schen ver­kauft wür­den, die dort spä­ter woh­nen wol­len. Aber jetzt wer­den sie wohl erst noch durch die Hän­de meh­re­rer städ­ti­scher Ge­sell­schaf­ten und In­ves­to­ren ge­hen, die da­bei auch noch Geld ver­die­nen wol­len und die Prei­se in die Hö­he trei­ben.“ Die CDU ver­weist auch auf die In­te­res­sen des Bio­tech­no­lo­gie­un­ter­neh­mens Bi­oN­Tech, das in dem Vier­tel be­hei­ma­tet ist und wei­ter ex­pan­die­ren wol­le.