Aus den Mie­sen: Land legt Etat vor

HAUS­HALT: Schwer­punk­te Jus­tiz und Si­cher­heit

Allgemiene Zeitung, 21. August 2018, MAINZ.

Kei­ne neu­en Kre­di­te, die Schul­den­brem­se schon ein Jahr vor­her er­füllt und mehr Geld für Di­gi­ta­li­sie­rung, Si­cher­heit und Bil­dung – die Lan­des­re­gie­rung hat am Mon­tag ih­ren Ent­wurf für den Haus­halt der bei­den näch­sten Jah­re vor­ge­legt. Da­bei pro­fi­tiert sie von an­hal­tend ho­hen Steu­er­ein­nah­men und dem nie­dri­gen Zins­ni­veau, wie Fi­nanz­mi­nis­te­rin Do­ris Ah­nen (SPD) er­klär­te. Der erst­mals seit 1969 struk­tu­rell (al­so be­son­de­re Kon­junk­tu­rein­flüs­se her­aus­ge­rech­net) aus­ge­gli­che­ne Haus­halt sei das „Er­geb­nis ei­nes zehn­jäh­ri­gen Kon­so­li­die­rungs­pro­zes­ses – und ich ver­ra­te kein Ge­heim­nis: Der war nicht ein­fach.“

Der Ent­wurf für die Aus­ga­ben des Lan­des zei­ge, „dass wir kräf­tig in die Zu­kunfts­fä­hig­keit un­se­res Lan­des in­ves­tie­ren“, sag­te Mi­nis­ter­prä­si­den­tin Ma­lu Drey­er (SPD). Als Schwer­punk­te für In­ves­ti­tio­nen nann­te sie schnel­le In­ter­net-Ver­bin­dun­gen mit ei­nem Gi­ga­bit pro Se­kun­de, in­ne­re Si­cher­heit so­wie ge­büh­ren­freie Bil­dung von der Ki­ta bis zur Hoch­schu­le.

Der fi­nanz­po­li­ti­sche Spre­cher der CDU-Land­tags­frak­ti­on, Gerd Schrei­ner, sprach von ei­nem Haus­halts­ent­wurf, mit dem das Land nur mit­tel­mä­ßig ver­wal­tet wer­de. „Be­son­ders be­sorg­nis­er­re­gend ist die viel zu nie­dri­ge In­ves­ti­ti­ons­quo­te. Stra­ßen, Brü­cken und Au­to­bah­nen sind in ei­nem schlech­ten Zu­stand.“ AfD-Frak­ti­ons­chef Uwe Jun­ge kri­ti­sier­te, dass es in vie­len Be­rei­chen zu ei­ner Aus­ga­ben­stei­ge­rung kom­me. „Die Lan­des­re­gie­rung zockt mit der Wet­te auf gu­te Rah­men­be­din­gun­gen um ei­nen sta­bi­len Haus­halt, oh­ne ei­ge­ne er­kenn­ba­ren Kon­so­li­die­rungs­maß­nah­men vor­zu­neh­men.“

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