CDU stellt Vier-Punk­te-Plan zur Sa­nie­rung auf

UNI­ME­DI­ZIN II: Gerd Schrei­ner: Wenn Lan­des­re­gie­rung mehr un­ter­stützt, könn­te Kli­ni­kum schwar­ze Zah­len schrei­ben

Allgemeine Zeitung, 23. Juni 2018, Mi­cha­el Ber­mei­tin­ger, MAINZ.

„Die Uni­ver­si­täts­me­di­zin könn­te schwar­ze Zah­len schrei­ben, wenn das Land mehr tun wür­de.“ Gerd Schrei­ner, Main­zer CDU-Land­tags­ab­geord­ne­ter und fi­nanz­po­li­ti­scher Spre­cher sei­ner Frak­ti­on, hat kla­re Vor­stel­lun­gen, was zu tun wä­re, um Ver­lu­ste (sie­he Be­richt oben) zu­rück­zu­fah­ren. „Die Uni­me­di­zin könn­te sich ganz auf die Ver­sor­gung der Pa­ti­en­ten kon­zen­trie­ren, wenn die Lan­des­re­gie­rung sie so un­ter­stüt­zen wür­de, wie an­de­re Bun­des­län­der ih­re Uni­ver­si­täts­kli­ni­ken un­ter­stüt­zen.“

Vier Punk­te lis­tet Schrei­ner auf: die Er­hö­hung der jähr­li­chen Lan­des­zu­wei­sung, ei­ne re­gel­mä­ßi­ge Zah­lung für die ho­heit­li­chen Auf­ga­ben des Kli­ni­kums, ein Zu­schuss für die wirt­schaft­li­che Sa­nie­rung so­wie deut­li­che hö­he­re In­ves­ti­tio­nen.

„Die Lan­des­zu­wei­sung für For­schung und Leh­re hat sich im Be­reich der kli­ni­schen Me­di­zin seit 1996 prak­tisch nicht er­höht, liegt wei­ter bei 60 Mil­lio­nen Eu­ro“, so Schrei­ner, „rech­net man aber Ta­rif- und Preis­ent­wi­cklung ein, feh­len je­des Jahr 25 Mil­lio­nen Eu­ro.“

Ein wei­te­rer Punkt sei­en die einst re­gel­mä­ßi­gen Zah­lun­gen, die das Land an die Uni­me­di­zin ge­leis­tet ha­be für die Wahr­neh­mung ho­heit­li­cher Auf­ga­ben, et­wa zur Vor­hal­tung von Aus­stat­tung und Räum­lich­kei­ten für Seu­chen oder den Ka­ta­stro­phen­fall. „Das war ei­ne Mil­li­on Eu­ro, ist aber auch ein­ge­stellt wor­den“, so Schrei­ner, da­bei sei dies ein Zu­schuss, der nicht in Kon­flikt mit den EU-Bei­hil­fe­richt­li­ni­en ge­stan­den ha­be. Die­se ver­bie­ten es näm­lich der öf­fent­li­chen Hand, ei­nem ein­zel­nen Kli­ni­kum Bei­hil­fe zu ge­wäh­ren.

„Al­ler­dings hat das Land Hes­sen ei­nen Weg ge­fun­den, der Uni­ver­si­täts­kli­nik Frank­furt, die auf ei­nem ähn­lich Schul­den­berg sitzt, zu hel­fen“, sagt Gerd Schrei­ner, „und das mit Er­laub­nis der EU.“ So ha­be sich das Land Hes­sen ei­nen Zu­schuss zur wirt­schaft­li­chen Sa­nie­rung des Kli­ni­kums ge­neh­mi­gen las­sen, zah­le für die Ent­schul­dung nun jähr­lich 15 Mil­lio­nen Eu­ro, „und Rhein­land-Pfalz zahlt der Uni­me­di­zin nichts“. Da­bei wür­den die jähr­li­chen Zin­sen für weit mehr als 100 Mil­lio­nen Eu­ro Alt­schul­den das Kli­ni­kum mit Mil­lio­nen Eu­ro be­las­ten.

Die vier­te Maß­nah­me, wie sich die La­ge der Main­zer Uni­kli­nik nach Mei­nung der CDU ver­bes­sern lie­ße, wä­re die Er­hö­hung der In­ves­ti­tio­nen in das Kli­ni­kum selbst: „Die avi­sier­ten 70 Mil­lio­nen Eu­ro rei­chen nicht“, so Schrei­ner. Zu vie­le Bau­ten sei­en sa­nie­rungs­be­dürf­tig oder müss­ten er­setzt wer­den. „Wä­re die Uni­me­di­zin bau­lich bes­ser aus­ge­stat­tet, könn­ten je­des Jahr Mil­lio­nen Eu­ro ein­ge­spart wer­den. Und wür­de man al­le un­se­re vor­ge­schlag­enen Maß­nah­men um­set­zen, könn­te die Uni­ver­si­täts­me­di­zin auch wie­der schwar­ze Zah­len schrei­ben.“

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