CDU kri­ti­siert Wett­be­werb

GFZ-KA­SER­NE: Bau- und Sa­nie­rungs­aus­schuss dis­ku­tiert über neu­es Wohn­ge­biet

Allgemeine Zeitung, 3. März 2018, Tor­ben Schrö­der, MAINZ.

Wie wird das neue Wohn­ge­biet auf dem Ge­län­de der GFZ-Ka­ser­ne in der Ober­stadt ein­mal aus­se­hen? Das ist noch im­mer un­klar und hat im städ­ti­schen Bau- und Sa­nie­rungs­aus­schuss für Dis­kuss­io­nen ge­sorgt.

In ei­nem Wett­be­werb soll die städ­te­bau­li­che Struk­tur des Are­als an der Frei­lig­raths­tra­ße ent­wi­ckelt wer­den. „Wir hof­fen auf ei­ne Ju­ry­sit­zung im Som­mer“, kün­dig­te der Ab­tei­lungs­lei­ter Stadt­pla­nung, Axel Stro­bach, an. Ide­al­er­wei­se könn­ten, so Bau­de­zer­nen­tin Ma­ri­an­ne Gros­se (SPD), die Ar­bei­ten di­rekt im An­schluss an die für 2019 ge­plan­te Räu­mung des Ge­län­des be­gin­nen, das die Bun­des­wehr im Zu­ge ih­rer Um­struk­tu­rie­rung ver­las­sen wird. Ak­tu­ell sind noch das Lan­des­kom­man­do Rhein­land-Pfalz, ein Feld­jä­ger­re­gi­ment so­wie das Sa­ni­täts­ver­sor­gungs­zen­trum Mainz mit rund 200 Sol­da­ten und zi­vi­len Mit­ar­bei­tern sta­tio­niert.

Mög­lichst viel so­zia­ler Woh­nungs­bau

Die CDU kri­ti­sier­te das Vor­ge­hen. „Gro­ßen Ein­fluss ha­ben wir durch die Ju­ry nicht mehr“, sah Tho­mas Gers­ter die Mit­wir­kungs­mög­lich­kei­ten des Aus­schus­ses ein­ge­schränkt, „der Wett­be­werb setzt den Zug aufs Gleis“. Gerd Schrei­ner kri­ti­sier­te, dass durch die en­gen Rah­men­be­din­gun­gen die Krea­ti­vi­tät im Wett­be­werb ein­ge­schränkt wer­de.

Aber ge­nau das, näm­lich die Re­geln vor­ge­ben, sei Auf­ga­be von De­zer­nat und Aus­schuss, hielt Gros­se ent­ge­gen. „Die Wett­be­wer­be brin­gen gu­te Er­geb­nis­se“, sag­te Dr. Bri­an Huck (Grü­ne), Orts­vor­ste­her der Alts­tadt. Für Hen­ning Franz (SPD) tau­ge die von der CDU an­ge­sto­ße­ne Dis­kuss­ion nur da­zu, das Er­geb­nis zu dis­kre­di­tie­ren. Christ­ine Zim­mer (SPD) ge­stand die „Krux“ ein, auf ei­nem „Fi­lets­tück“ mög­lichst viel so­zia­len Woh­nungs­bau un­ter­zu­brin­gen. Doch der Rah­men­plan, der dem Wett­be­werb zu­grun­de liegt, sei mit de­mo­kra­ti­scher Mehr­heit be­schlos­sen wor­den. Am Ziel des So­zi­al­baus wol­le un­ter­des­sen auch die CDU nicht rüt­teln. Schrei­ner kri­ti­sier­te aber die aus sei­ner Sicht zu ho­he Ver­dich­tung des Are­als.

Um den wer­be­ge­stal­te­ri­schen Wild­wuchs im Be­reich der Rö­mer­pass­age und der Lot­hars­tra­ße ein­zu­däm­men, hat die Stadt Mainz vor drei Jah­ren ei­ne Wer­be­an­la­gen­sat­zung er­las­sen – die­se soll nun un­be­fri­stet gel­ten.

Groß­flä­chi­ge Wer­be­an­la­gen und voll be­kleb­te Schau­fens­ter soll­ten mit der Sat­zung ver­mie­den wer­den, um die­sen Be­reich der In­nens­tadt at­trak­ti­ver zu ma­chen. Und das hat funk­tio­niert. So lau­tet zu­min­dest das Fa­zit, das Axel Stro­bach im Aus­schuss zog. Bis­lang war die Sat­zung auf drei Jah­re be­fri­stet, um ih­re Wirk­sam­keit zu tes­ten. „Aus dem Be­reich der Ein­zel­händ­ler kam kei­ne Kri­tik“, hielt Stro­bach fest. Das be­stä­tigt auch Orts­vor­ste­her Bri­an Huck. Die ent­spre­chen­de Be­schluss­emp­feh­lung des Aus­schus­ses an den Stadt­rat für ei­ne un­be­fri­ste­te Gül­tig­keit er­ging ein­stim­mig.

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